Der Kournas See
Der See befindet sich in 2,5 km Entfernung zum Strand inmitten einer Hügellandschaft. Er entsteht durch Stauung der unteren Wasserebene aufgrund der undurchlässigen Steinschichten und der Richtung des natürlichen Wasserlaufs. Der tiefste Punkt erreicht 22 m und der Wasserstand wechselt je nach Jahreszeit: im Winter fällt er und im Sommer, wenn die Schneeschmelze beginnt, steigt er. In Wirklichkeit handelt es sich um eine große Vertiefung, welche auf der einen Seite aufgrund des porösen Grundes mit Wasser gespeist wird und auf der anderen Seite wird es durch die undurchlässigen Gesteinschichten gehalten. Der See wurde schon in der Antike mit dem Namen Corissia genannt. Es wird vermutet, dass es am Seeufer eine heilige Stätte zu Ehren der Corissia Athene gab. Jedoch wurde der See von den arabischen Besatzern Kournas, was im arabischen so viel wie Becken oder See heißt benannt. Die dunkle Farbe, welche das Wasser durch die Spiegelung der Bergmassive annimmt, scheint die Einwohner beängstigt zu haben, daher auch die Legende.
Die Legende Des See
Der Legende besagt, dass es an der Stelle des Sees früher ein Dorf gab (der Wahrscheinlichkeit nach das antike Korion). Eines Tages nahm einer der Dorfbewohner seine Tochter mit aufs Feld. Auf dem Weg legten sie eine kleine Rast ein, wo die Tochter ihre blonden Haare zu kämmen begann. Der Vater, der sie zu Anfang noch voller Stolz anblickte, begann sie plötzlich zu begehren und näherte sich ihr. In der Verzweiflung rief die Tochter nur: "Voula kai Voulolimna! Kai ego stixio stin limna!" (Versenkung und Seevertiefung! Und ich ein Geist im See!") Im gleichen Moment stürzte die Umgebung ein und der See entstand. Verständlich, dass die alten Einwohner glaubten, wer Geister sehen kann, der sieht auch in der Mitte des Sees, auf einem Felsen sitzend, ein Mädchen seine goldenen Haare kämmen.











